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Historie Baugenossenschaft

Die Gründungsversammlung für die Gemeinnützige Baugenossenschaft Baden-Baden fand am 18.07.1912 in der Gaststätte Löwenbräu statt.
Die historische Versammlung wurde geleitet von Dr. Hans Kampffmeyer, dem badischen Landeswohnungsinspektor und prägende Figur der Gartenstadtbewegung.
Führende Baden-Badener Persönlichkeiten finden sich in der Gründerliste: im Aufsichtsrat waren unter anderen der Sozialreformer und Psychoanalytiker Dr. Georg Groddeck, der Fabrikant Batschari und der Architekt Brugger.
Die Anfänge waren mühsam, nur langsam stieg die Zahl der Mitglieder. Angesichts der dramatischen Wohnungsnot nach Ende des Ersten Weltkriegs kooperierte die Stadtverwaltung mit der Baugenossenschaft und bot ein Grundstück in den Kapellenmatten in Erbbaurecht zur Bebauung an.
Prof. Schmitthenner aus Stuttgart wurde mit der Konzeption der Siedlung beauftragt. Die Planung einer geschlossenen Siedlung innerhalb der natürlichen Schleife der Oos mit gekrümmten Straßenzügen, gestalteten Platzanlagen und einer Trennung des privaten und öffentlichen Raums wurde ab 1919 umgesetzt. Bereits 1921 wurden die ersten Wohnhäuser bezogen.
Die Anlage wurde bis 1935 unter dem Architekt und dem ersten Geschäftsführer Karl Verspohl entsprechend des Konzeptes und der Formensprache Schmitthenners vollendet - lediglich die westliche Kurve der Kapellmattstraße wurde vereinfacht bebaut.
Von der Idee der reinen Einfamilienhaussiedlung wurde aus wirtschaftlichen Gründen Abstand genommen. Die geplanten Sondergebäude wie Volkshaus, Gasthof, Ledigenheim sowie Festwiese und Freibad konnten ebenfalls aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht werden. Im Hirschacker wurde ein Konsum für die Nahversorgung eingerichtet und bis in die 1970er Jahre betrieben.
Die Ooswinkelsiedlung mit 87 Einfamilienhäusern und 27 Mehrfamilienhäusern steht seit 1986 unter Denkmalschutz und ist auch heute noch ein sehr beliebtes Wohngebiet.
Parallel wurden Projekte in weiteren Stadtteilen Baden-Badens verfolgt. In Lichtental wurde ein Gelände an der Eckbergstraße ebenfalls in Erbpacht erworben und ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.
Die Gewinner, das Büro Morr & Schübel bauten ab 1921 dort 6 Einfamilienhäuser, sowie 3 Mehrfamilienhäuser.
Die Bautätigkeit verlangsamte sich in den 30er Jahren aufgrund allgemeiner wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Während des Zweiten Weltkriegs erlosch sie vollständig.
1941 erfolgte die Verschmelzung mit der Baugenossenschaft Oos mit 81 Wohnungen entlang der Sinzheimer Straße, der Eigenheimstraße und der Siedlungsstraße.
Der 2. Weltkrieg führte zu vereinzelten Schäden an Gebäuden der Sinzheimer Straße.
Die Wohnungsnot nach Kriegsende, in Baden-Baden verstärkt durch durch die Ansiedlung der französischen Streitkräfte führte zwangsläufig wieder zu intensiver Bautätigkeit.
Ab 1955 wurden im Wohngebiet Obere Breite und in der Siedlungsstraße durch die Baugenossenschaft 36 Mehrfamilienhäuser mit Balkonen gebaut. Weitere Geschosswohnungsbauten entstanden von 1950 bis 1970 in der Weststadt, der Rheinstraße und der Bahnstraße, im Eichelgarten, der Hochstraße sowie in Lichtental in der Beuerner Straße.
Zwei Mehrfamilienhäuser wurden noch 1991 in der Oberen Breite fertiggestellt, durch Wegfall öffentlicher Förderung war eine weitere Finanzierung des Mietwohnungsbaus für die Baugenossenschaft nicht mehr möglich.
Der Schwerpunkt der baulichen Tätigkeit liegt mittlerweile in der Instandhaltung, Modernisierung und energetischen Ertüchtigung des Wohnungsbestands.
Die Erbbaugrundstücke in der Eckbergstraße und im Ooswinkel konnten 1998 von der Stadt Baden-Baden erworben werden.
2012 wurde das 100-jährige Bestehen der Baugenossenschaft mit einem Festakt feierlich gewürdigt.
Veränderungen am Wohnungsmarkt durch Zuzüge aus dem Ausland sowie Wegfall vieler preiswerten Wohnungen führte in den letzten Jahren wieder zu wachsendem Wohnungsmangel. Wohnungssuchende müssen sich auf lange Wartezeiten einstellen. Die Baugenossenschaft plant derzeit Neubauten auf dem Gelände des ehemaligen städt. Bauhofs am östlichen Ende der Schwarzwaldstraße. Auch Nachverdichtungen im Bestand werden geprüft.
Aufgrund solider Bewirtschaftung und umsichtiger Geschäftsführung ist die Genossenschaft ein wirtschaftlich gesundes Wohnungsunternehmen.

 

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